3 Tage im Juli 2026 war eine kleine Gruppe mit der "Carl Herlyn" auf der Weser unterwegs.
2023 fand die letzte Schlauchbootfahrt statt. Es war die 70.
2 Jahre gab es keine Fahrt der Weserpiraten aus verschiedenen Gründen. Es gab wenige Anmeldungen und dann war ich erkrankt.
Auf diese Weise waren wir 2026 unterwegs: Von Hameln bis zur Brücke von Eisbergen in drei Etappen. Dazu ein Nachmittag zum Vorbereiten und Packen und ein Folgetag zum Saubermachen und Aufräumen.
In der Vorbereitung zeigte sich, dass der Name Schlauchbootfahrt hohe Erwartungen hervorruft, denn er ist mit vielen Traditionen verbunden wie zum Beispiel einer großen Gruppe, die mindestens 10 Tage unterwegs ist auf der ganzen Strecke von Hann.-Münden nach Rinteln. So nannte ich unser Unterfangen lieber "Ausfahrt der Konfirmanden auf der Weser". Die Basis war unser Gemeindesaal, wo wir die 3 Nächte verbrachten. Im Nachhinein finde ich "Kleine Schlauchbootfahrt" den besseren Namen, denn manches vom "Geist der Fahrt" wurde in den Tagen gelebt: natürlich zunächst das Unterwegssein auf der Weser auf dem alten Schlauchboot mit Masten, Wimpeln und Fahne. Aber es wurde auch kräftig aus der Mundorgel gesungen, es gab Killefit und es wurden die Morgenandachten gefeiert.
Das alles war nicht in diesem Jahr: das Erlebnis der Fahrt durch das Wesertal vom Anfang in Hann.-Münden bis Rinteln, das Lagerleben mit der großen Gruppe mit dem Übernachten in den Zelten und dem Auf- und Abbauen des Lagers, der ganze Küchenbereich mit all seinen notwendigen Diensten und auch dem Koch, der fehlte. Es fehlte das Erlebnis der Verlangsamung, weil alles Unterwegs nur mit den Booten und im Gehen erledigt wird weil kein Begleitfahrzeug dabei ist.
Die Gruppe war klein, die Fahrt war kurz, die Übernachtung fand im Gemeindesaal statt.
Das aber war in diesem Jahr: Es war für ein schönes Erlebnis für die Gruppe und ich kann mir gut vorstellen, in ähnlicher Weise in den nächsten Jahren mit den Konfirmanden und Konfirmandinnen auf die Weser zu gehen. Wir waren eingebunden in die Gemeinde und wurden wunderbar versorgt mit Salaten, Kuchen, Eis und anderem Leckerem.
Kann man es aber eine Schlauchbootfahrt nennen?
Oft wird ein "Geist der Fahrt" genannt - gibt es ihn und wie würdet ihr ihn beschreiben?
Bitte schreibt es in die Kommentare.
Tradition: Gruppenbild vor der Kirche
Start auf dem Campingplatz in Hameln am Montag.
Es geht los: erstes Ablegen in Hameln.
Tradition: heftiger Gegenwind unter der Brücke von Fuhlen.
Mundorgellieder werden auf dem Wasser gesungen. Dazu natürlich das Schlauchbootlied.
Killefit zum Frühstück
Die Emma
Kleinenwieden. Hier lag das Boot in der ersten Nacht.
Feuer, Stockbrot und Marshmallows. Dazu WM.
Wikingerschach
Am Kanu-Club in Rinteln lag das Boot in der zweiten Nacht.
Besorgten Blick - wir passieren den Anleger am Doktorseeweg und dringen in unbekannte Gebiete voller Gefahren bis Eisbergen vor. 😀
Unter der Brücke in Eisbergen endete die Fahrt am Mittwoch. Donnerstag wurde aufgeräumt, m Boot aufgepumpt und gereinigt.
Meine erste Schlauchbootfahrt war 2011 – und sie bleibt für mich bis heute legendär. Genau das ist für mich der Geist der Fahrt: gemeinsam unterwegs sein, zusammen anpacken und unvergessliche Erinnerungen schaffen.
AntwortenLöschenDazu gehören für mich das Auf- und Abbauen der Zelte, Killefit am Morgen, die vielen Stunden auf und im Wasser, die lustigen Momente und natürlich die Taufen – für mich jedes Jahr eines der absoluten Highlights.
Und dann gibt es noch die kleinen Traditionen und Geschichten: plötzlich fehlen wieder die Riemen zum Spannen der Zelte oder andere unerklärliche Dinge passieren. 😄
Genauso gehören die Wanderungen, die Sommerrodelbahn, Eis essen, Regen und Gegenwind, Küchendienst, das Weserschwimmen, Lagerfeuer mit gemeinsamem Singen und das Abschlussgrillen mit den Eltern einfach dazu.
Deshalb finde ich: Ja, das darf man auch in kleinerer Form Schlauchbootfahrt nennen. Es geht nicht nur um die Länge der Strecke oder die Größe der Gruppe, sondern um den Geist der Fahrt und die Gemeinschaft.
Ich liebe die Schlauchbootfahrt und bin stolz darauf, nach einigen Fahrten selbst Offizier geworden zu sein. Ich hoffe, dass noch viele Konfirmandinnen und Konfirmanden diese besondere Erfahrung machen dürfen.