Donnerstag, 9. Juli 2026

Kleine Schlauchbootfahrt 2026

3 Tage im Juli 2026 war eine kleine Gruppe mit der "Carl Herlyn" auf der Weser unterwegs.
2023 fand die letzte Schlauchbootfahrt statt. Es war die 70.
2 Jahre gab es keine Fahrt der Weserpiraten aus verschiedenen Gründen. Es gab wenige Anmeldungen und dann war ich erkrankt.
Auf diese Weise waren wir 2026 unterwegs: Von Hameln bis zur Brücke von Eisbergen in drei Etappen. Dazu ein Nachmittag zum Vorbereiten und Packen und ein Folgetag zum Saubermachen und Aufräumen.
In der Vorbereitung zeigte sich, dass der Name Schlauchbootfahrt hohe Erwartungen hervorruft, denn er ist mit vielen Traditionen verbunden wie zum Beispiel einer großen Gruppe, die mindestens 10 Tage unterwegs ist auf der ganzen Strecke von Hann.-Münden nach Rinteln. So nannte ich unser Unterfangen lieber  "Ausfahrt der Konfirmanden auf der Weser". Die Basis war unser Gemeindesaal, wo wir die 3 Nächte verbrachten. Im Nachhinein finde ich "Kleine Schlauchbootfahrt" den besseren Namen, denn manches vom "Geist der Fahrt" wurde in den Tagen gelebt: natürlich zunächst das Unterwegssein auf der Weser auf dem alten Schlauchboot mit Masten, Wimpeln und Fahne. Aber es wurde auch kräftig aus der Mundorgel gesungen, es gab Killefit und es wurden die Morgenandachten gefeiert. 
Das alles war nicht in diesem Jahr: das Erlebnis der Fahrt durch das Wesertal vom Anfang in Hann.-Münden bis Rinteln, das Lagerleben mit der großen Gruppe mit dem Übernachten in den Zelten und dem Auf- und Abbauen des Lagers, der ganze Küchenbereich mit all seinen notwendigen Diensten und auch dem Koch, der fehlte. Es fehlte das Erlebnis der Verlangsamung, weil alles Unterwegs nur mit den Booten und im Gehen erledigt wird weil kein Begleitfahrzeug dabei ist. 
Die Gruppe war klein, die Fahrt war kurz, die Übernachtung fand im Gemeindesaal statt.
Das aber war in diesem Jahr: Es war für ein schönes Erlebnis für die Gruppe und ich kann mir gut vorstellen, in ähnlicher Weise in den nächsten Jahren mit den Konfirmanden und Konfirmandinnen auf die Weser zu gehen. Wir waren eingebunden in die Gemeinde und wurden wunderbar versorgt mit Salaten, Kuchen, Eis und anderem Leckerem.
Kann man es aber eine Schlauchbootfahrt nennen? 
Oft wird ein "Geist der Fahrt" genannt - gibt es ihn und wie würdet ihr ihn beschreiben?
Bitte schreibt es in die Kommentare.
Tradition: Gruppenbild vor der Kirche 
Packen am Vortag.
Grillen nach dem Packen bei Schlauchbootwetter.
Das Lager wird hergerichtet. 
Spiel im Trockenen.
Start auf dem Campingplatz in Hameln am Montag.
Es geht los: erstes Ablegen in Hameln.
Tradition: heftiger Gegenwind unter der Brücke von Fuhlen.
Mundorgellieder werden auf dem Wasser gesungen. Dazu natürlich das Schlauchbootlied.
Killefit zum Frühstück 

Die Emma

Kleinenwieden. Hier lag das Boot in der ersten Nacht.

Feuer, Stockbrot und Marshmallows. Dazu WM.
Wikingerschach 
Am Kanu-Club in Rinteln lag das Boot in der zweiten Nacht.
Besorgten Blick - wir passieren den Anleger am Doktorseeweg und dringen in unbekannte Gebiete voller Gefahren bis Eisbergen vor. 😀

Unter der Brücke in Eisbergen endete die Fahrt am Mittwoch. Donnerstag wurde aufgeräumt, m Boot aufgepumpt und gereinigt. 







Mittwoch, 19. Juli 2023

Dienstag - Abschlussabend in Hameln

Beim letzten Abend der Fahrt kommen die Familien auf dem traumhaften Gelände des Rudervereins zum Grillfest zusammen. In diesem Jahr war der Abend durch die Zahl 70 geprägt.
Die 70. Fahrt kurz nach dem 70. Geburtstag des Kochs, der durch einen blöden Fahrradunfall am Tag vor der Fahrt nicht mitfahren konnte. 
Aber beim Abschlussabend war er dabei und wurde entsprechend gewürdigt auch durch Martin Hausmann, der extra aus Bremen angereist war.
Außerdem wurde Patrick Stolzenwald offiziell zum Offizier befördert. Eine Aufgabe, die er schon seit Beginn der Fahrt ausgeführt hat.



Montag, 17. Juli 2023

Dienstagmorgen - Bodenwerder

Am Morgen des gestrigen Ruhetags in Bodenwerder gab es ein Frühstücksei. Direkt vom Bauern nebenan. Da wir am Vortag Lekse von der Hirschkuppe geschenkt bekommen haben, gaben wir nun eine Runde Frühstücksei aus.
Dann ging es in die Stadt und zur Sommerrodelbahn. 
Am Nachmittag wurde sich um das Boot gekümmert. Wasser raus lenzen, nach möglichen Löchern fahnden und Aufpumpen stand auf dem Programm.
Seit dem Nachmittag ist auch Janathan Renau bei uns. Er wird im Oktober sein Vikariat in unserer Gemeinde beginnen und fährt die Etappe nach Hameln mit.
Zu Essen gab es am Ruhetag Königsberger Klöpse. Wieder nach dem Rezept von Michael Wethmüller, das er per WhatsApp durchgab. So war er zwar nicht mit auf dem Boot in diesem Jahr, aber mit seinen köstlichen Gerichten immer mit dabei.
Pünktlich zum Essen kam ein heftiger Regenschauer. Zum Glück haben wir den Pavillion, der das Schlimmste abhielt.
Gespielt wurde auch: vor dem Essen Wikingerschach und nach dem Regen das Eimerspiel gefolgt von Mundorgelsingen bis zum Schlafengehen.

Sonntag, 16. Juli 2023

Montagmorgen - Bodenwerder

Heute Morgen kann ausgeschlafen werden, denn es ist Ruhetag. Vermutlich wird es uns zum Eisessen in die Stadt und dann zur Sommerrodelbahn ziehen.
Noch liegen alle in ihren Zelten und das Boot bleibt heute im sicheren Hafen.
Die Poseidon liegt dort wieder mit der Grisu der Hirschkuppe. Unsere Zelte stehen nahe beieinander und die Kontakte wachsen. Sonntagabend wurde gemeinsam Werwolf gespielt und der Leiter der Nachbarn erwies sich als begnadeter Erzähler. Außerdem vertrieben sich die Piraten die Zeit mit Kniffel und Stadt, Land Fluss.
Zum Abendessen gab es wieder gesunden und köstlichen Salat als Beilge zu Spagetti mit Pesto.
Die Fahrt von Polle nach Bodenwerder war wieder schneller als gewöhnlich. Heftiger Wind von schräg hinten trieb uns voran, aber auch gen Ufer. Die Schwimmer, meistens Tillmann und Tabea, waren sehr damit beschäftigt, das Boot in der Flußmitte zu halten.
Höhepunkt war natürlich die Taufe, wie im vorherigen Blog geschrieben.
Es scheint übrigens weniger Ausflugsverkehr zu geben - bisher begegneten wir nur einmal einem Ausflugsdampfer. Das war kurz vor Höxter.

Ein wenig rätselhaft auf dieser Fahrt ist auch der Luftverlust der Poseidon. Mal tagelang gar nicht, mal einiges. Genaueres Beobachten wird auch durch die Reaktion des Bootes auf die sehr unterschiedlichen Temperaturen beeinträchtigt: Bei heißer Sonne st die Poseidon natürlich sehr prall, in der kalten Nacht wiederum sehr schlapp.



Kilometer 99 - Taufe einer Erstfahrerin

Immer ein besonderer Moment bei der Fahrt ist die Taufe. Ein Erstfahrer und eine Erstfahrerin werden bei Kilometer 99 und Kilometer 100 getauft.
Eine Taufe bedarf einiger Vorbereitung. Die Erstfahrerinnen werden auf einer Seite des Bootes gesammelt, alle anderen verteilen sich mit den Paddeln, damit das Boot manövrierbar bleibt. Zwei Offiziere vollziehen die Taufe: in diesem Jahr Tillmann und Patrick.

Marike wird getauft! War eine schwierige Entscheidung bei der Offiziersbesprechung in Polle, denn Tabea hätte es genauso verdient gehabt. Aber die Tradition gebietet: nur eine Taufe!

Sonntagmorgen - Polle

Gerade sind wir in Polle gestartet und schon bietet sich dieser schöne Storchenansicht!
Am gestrigen Samstag hatten wir eine zügige Fahrt von Höxter nach Polle. Ständig zogen Schwimmer oder Schwimmerinnen das Boot. Allerdings hatten wir auch einiges an Regen. Zum ersten Mal auf dem Wasser.
Da es morgens schön sonnig gewesen war, hatte nicht jeder sein Regenzeug griffbereit im Handgepäck...
In Polle kamen wir schon um 16.00 Uhr an. Nach dem Einkauf kochten die Offiziere Nudeln und Bolgnese und machten einen leckeren Salat.
Ausserdem hatten wir netten Besuch aus Rinteln. Per Fahrrad unterwegs!

Der Campingplatz in Polle macht uns Sorgen. Nur das Lokal wird vernünftig betriebenen. Der Campingplatz liegt im Prinzip brach. Entsprechend marode sind sie Einrichtungen. Und je länger das dauert, desto schlechter wirder Zustand.
Immerhin gibt es einen guten Anleger in Polle - auch wenn die Weser an der Stelle eine mächtige Geschwindigkeit hat.
Am heutigen Sonntag ging es nach dem Frühstück und der Andacht auf nach Bodenwerder. Überraschend ist die Poseidon ziemlich schlapp. So wird während der Fahrt gepumpt.








Freitag, 14. Juli 2023

Samstagmorgen - Höxter

Gestern war Ruhetag in Höxter. Nach dem Ausschlafen verabschiedeten wir nach dem Frühstück die Gruppe der Hirschkuppe und machten einen Stadtbummel, gekrönt mit einem Eis bei unerem Lieblingseiscafe Mosena. 

Den Großteil der Gruppe zog es danach in das frisch renovierte Freibad, Oskar und ich besuchten die Landesgartenschau. Sie ist absolut einen Besuch wert. Die Zeit bis zum Abend verging wie im Flug. Ganz Höxter ist herausgesucht und renoviert und voller Trubel. Ein schöner Anblick. 
Heute geht es nach Polle. Für den Nachmittag/Abend sind Gewitter angesagt. Wir hoffen, rechtzeitig vorher unsere Zelte aufgebaut zu haben.